Mittwoch, 9. Januar 2008

Berufstätige Mütter

Boah, muß ich doch mal einen Eintrag allen berufstätigen Müttern widmen. Eigentlich müßte es ein ganzer eigener Blog sein, denn sie haben es verdient.

Meine Hochachtung allen arbeitenden Frauen mit Kind....denen mit mehreren Kindern potenziert sich die Hochachtung.

Was diese Frauen leisten....unglaublich.
Letzte Woche bin ich mal auf den Geschmack gekommen, wie es sich anfühlen könnte.

Meine Tage sahen ungefähr so aus:

Von Jan geweckt werden, mit Wurm unterm Arm Schoppen machen, Schoppen verabreichen, nicht mehr schlafen dürfen, aufstehen, Tee trinken, Wurm anziehen, Katzenwäsche bei sich selbst betreiben, evt. frühstücken, in Sachen Haus unterweges (mit Jan), Zwischenmahlzeit für Jan, Hauszeugs erledigen, Mittagessen für Jan bereiten, füttern, Windeln, zu Bette bringen, tief Luft holen, Kaffee trinken, evt. ne Stulle essen, der Oma das Babyfon übergeben, putzen gehen, zurückkommen, essen machen, füttern, Bettfertigmachen, Jan ins Bett bringen, tief Luft holen, selbst essen, n'bißchen Glotze schauen, ab in die Heia.

So, und wo bleibt da denn bitte Platz für die Hausarbeit, geschweige denn Nahrungszubereitung oder Zeit für einens selbst?

Meine Eltern haben festgestellt, daß das Schlafzimmer, welches ich mit Jan in Beschlag nahm, einem einzigen Chaos glich, nichts sei mehr an seinem ursprünglichen Platz gewesen, kein Vorhang hing mehr so, wie er mal hing, den Fensterladen habe ich eine Woche lang nicht geöffnet.....im Badezimmer das Gleiche Bild.

Ihr Mütter mit Beruf:

Wie macht Ihr das???????

Ich arbeite auch bald wieder ein paar Stunden und brauche mal ein paar Tipps.

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feuer_vogel - 9. Jan, 14:25

Auch wenn ich dann gleich wieder den Stempel bekomme, ich wüsse zu jedem Thema eine Lösung, erzähle ich mal, wie ich/wir das Handhabe.

1. Geheimnis:
Ich stehe IMMER vor meinem Kind auf. Das kostet zwar unendliche Überwindung, aber die erste ungestörte halbe oder dreiviertel Stunde des Tages mit Duschen, Anziehen und richtig Frühstücken ist es tausendmal wert. Die Morgenmilch macht der Papa bevor er zur Arbeit fährt und packt sie ein. Das spart auch locker fünf Minuten. Und wenn das Kindelein aufsteht, habe ich einen ganz festen Ablauf. Das spart Nachdenken und ich vergesse nicht dauernd etwas und muss noch 1000mal zurück.

2. Geheimnis
Wider dem täglichen Chaos: Ich versuche(!) möglichst viel SOFORT aufzuräumen. Also die kleinen Hügel die sich türmen schnellstmöglich abzutragen, Wäsche immer gleich in den zuständigen Behälter/Tüte etc. Dann darf Madame Lieschen immer nur mit ein paar Sachen gleichzeitig spielen. Das begrenzt das Chaos und ich habe das Gefühl, sie spielt dann intensiver. Und auch die Spielsachen räume ich immer abends noch weg. Sonst hätte ich vermutlich morgens gar keine Lust mehr aufzustehen.

3. Geheimnis
Ich spanne den Papa im Haushalt ein. Und zwar ganz konkret mit ganz konkreten Tätigkeiten. Das spart viel Nerven, weil man nicht diskutieren muss, WER das jetzt hätte tun müssen. Und ab und an einen freien Nachmittag, weil der Papa das Kind aus der Krippe abholt, habe ich mir auch verdient.

4. Geheimnis
Eine großzügig organisierte Kinderbetreuung. Ich habe mal gelesen, dass man das nie "auf Kante" planen soll. Also haben wir einen Krippenplatz bis 16:00 Uhr auch wenn ich Madame meistens schon zwischen 14:30 und 15:00 Uhr abhole. Das Prinzip ist das gleiche wie morgens, ich komme nicht so sehr in Stress und da lässt sich alles leichter an. Genauso verfahre ich übrigens auch, wenn mal jemand babysittet, ich plane immer 30 min eher zurück zu sein, dann hab ich noch nen Puffer.

5. Geheimnis
Ich arbeite anders als vorher. Weniger, aber auch mit weniger Aufwand. Irgendwie verschieben sich die Prioritäten halt doch ... aber es lohnt sich in jedem Fall, denn wenn ich ein paar Stunden im Büro war, freue ich mich so sehr nach Hause zu kommen und die Zeit mit Kind ist zig-mal intensiver.

Tschakka, du schaffst das. Wir leben hier quasi dauerhaft auf zwei Orten und ich habe noch regelmäßig die ganze Packerei. Alles eine Frage der Organisation.

PS: Tschuldigung, ist ziemlich lang geworden. Aber ich beschäftige mich selbst so oft mit dem thema. Da hast du jetzt den knopf gedrückt.

Rebenwanderin - 10. Jan, 20:58

Frau Feuervogel, wenn die Bloggerwelt Sie nicht hätte :)

1. Vor dem Würmchen aufstehen??? Ohje ohje.
2. Das mit dem Spielzeug kriege ich hin. Das mit den Türmchen ist eher ein Problem von großen Turmanlagen, welches es zu lösen gilt.
3. Handhaben wir ähnlich, wobei ich mich alleweil beklage, daß ich auch mal wieder kochen, heizen oder einkaufen gehen würde.
4. Kinderbetreuung übernimmt die Omi...und die ist eigentlich doch sehr flexibel.
5. Meinen Perfektionismus sollte ich vielleicht etwas runterschrauben bei der Arbeit.

Ich werde Sie auf dem Laufenden halten, wie mir geschieht! Und ggf um weitere Tipps bitten :)

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